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​Forst und Jagd

                                            

„Ein Mensch, der die Natur nicht liebt, ist mir eine Enttäuschung, fast misstraue ich ihm." (Otto von BISMARK)


Das seit alters im Familienbesitz stehende „Waldgut Knausser" hat allen unseren Beschäftigungen mit Tieren und der Natur seinen Namen gegeben. In knapp 1000 m Seehöhe bestimmt eine nachhaltige Waldwirtschaft mit einer standortangepassten Artenvielfalt das Landschaftsbild.


 

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts waren Rotwild, Sauen, Auerwild, Birk- und Haselhühner Standwild, Reh und Hase waren nur in geringer Anzahl vorhanden.

Heute ist das Reh die Hauptwildart. Rotwild und Schwarzwild kommen gelegentlich als Wechselwild vor. Naturgemäß existiert das heimische Raubwild wie Fuchs Marder, aber auch der Fischotter durchstreift die örtlichen Bäche.

 Wald und Wild gehören untrennbar zusammen. I.d.S. werden bei uns im Rahmen der nachhaltigen Forstwirtschaft bestmögliche Wildhegemaßnahmen, auch unter Einbeziehung der Naturschutzbehörden, getroffen.


 

Die Jagd wird weitestgehend von mir durchgeführt. Auswärtige Jagden nehme ich gelegentlich wahr, auch im Ausland, vornehmlich im Zusammenhang mit einer weltweiten Tätigkeit als FCI – Richter der Kynologie.

Jagd ist notwendig und letztendlich auch eine behördliche Verpflichtung. Die Frage ist nur wie und mit welchem moralischen Anspruch sie betrieben wird. "Sie ist ein Naturprinzip und braucht sich per se nicht rechtfertigen - der Jäger muss sich rechtfertigen!" (ASCHE, F., anlässlich der 19. Wildmanagementtagung 2015/St. Jakob). Persönlich verpflichte ich mich den Wildtieren gegenüber zu Anstand, Ehrfurcht und handwerklichem Können. 

Es muss der Allgemeinheit, insbesondere der Jägerschaft,  zur Selbstverständlichkeit werden daß Wildtiere als empfindsame Lebewesen ihr Recht haben; dieses Recht, das Tierschutzrecht, steht über dem Jagdrecht. 

Diamentral dazu steht leider zunehmend die Tendenz Jagd als quasi Sport zu betreiben: Protagonisten etwa gross aufgezugener Drückjagden oder anderer „bizarrer Jagdkulturen" (Lucas v. Bothmer, Chefredakteur, in: JÄGER, Juni 2015) sind erstrangig urbane Sonntagsjäger, Militärdienstverweigerer und sonstige  Drückeberger des täglichen Lebens. Welche dann plötzlich Schießen und Töten als schick empfinden: gerne bei Gatterjagden in welchen durchschnittlich 70% des dort eingeschlossenen Wildes krank geschossen wird…, zum Abknallen ausgesetzte kaum flugfähige Fasanen aus Käfigzucht…, und so fort. Umbringen zum Gaudium. "Reine Tierquälereien" (Dr. FIALA-KÖCK, Tagung Grünes Kreuz, Wien, Nov. 2015).

Viele für das Jagdwesen zuständige Gebietskörperschaften, Landesjagdverbände respektive Funktionäre wehren sich gegen diese Entwicklungen, manche viel zu lasch. Reagiert wird mit Wehleidigkeit wenn Öffentlichkeit und Medien sich zur Jagd negativ äußern oder Jagd generell verurteilen. Ein „Auge Zudrücken" gegenüber schwarzen Schafen wird von breiten Bevölkerungskreisen schlecht aufgenommen. Namhafte Jagdwissenschaftler wie Prof. REIMOSER (zit.) halten schon längst einen „Durchforstungsprozess innerhalb der Jägerschaft für nötig".

Ob das Jagdwesen früher aufrechter gewesen ist, ist schwer zu sagen. Offenkundig ist dass es schwieriger geworden ist das Ansehen hoch zu halten oder es wieder zu gewinnen.

 

Soweit ein abschließendes Statement (worüber man freilich Bände schreiben könnte) zu meinem Generalthema dem anständigen „Umgang mit der Natur und den Tieren".  Weidmannsheil!

 Mag. Dr. Otto Schimpf, Betriebswissenschafter, Forstwirt, Akad. Jagdwirt.

 

 

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